Kostenfrei lesen · Offen für alle
Dieser Brief ist für dich.
Für dich, die ein Kind begleitet.
Für dich, der ein Kind hält, wenn die Welt unruhig wird.
Für dich, die du da bist, ohne dass jemand dir applaudiert.
Für die Tage, an denen du dich fragst, ob du genug bist.
Für die Sekunde, in der das Kind nach einem anderen Namen ruft und dein Herz still wird.
Für die Elterngespräche, in denen du erzählst, welches Buch das Kind liebt, und niemand fragt, woher du das so genau weißt.
Für die Augenblicke, in denen jemand fragt, in welcher Beziehung du zu dem Kind stehst, und keine Antwort wirklich passt.
Für die Momente, in denen jemand sagt: „Ja, aber du bist ja nicht …" und etwas in dir leise bricht.
Ich möchte dir etwas sagen.
Es geht nicht um die Bezeichnung.
Mama. Papa. Oma. Opa. Tante. Onkel. Bonus-Mama. Pflege-Papa.
Egal welches Wort.
Es geht nicht um den Titel. Es geht darum, wie du da bist. Wie du dich kümmerst. Wie du dieses Kind durchs Leben begleitest.
Du brauchst keine Geburtsurkunde, um wichtig zu sein.
Du brauchst keine Genetik, um zu zählen.
Du brauchst keine Bestätigung von außen, um zu lieben.
Du brauchst nichts, was du nicht schon hast.
Da sein, das tust du.
Wenn du nachts aufstehst, weil jemand schlecht geträumt hat.
Wenn du beim Frühstück weißt, dass die Marmelade dünn aufs Brot muss und der Apfel in genau acht Stücken.
Wenn du dir merkst, welcher Becher der Lieblingsbecher ist. Welches Kuscheltier auf der rechten Seite vom Bett liegen muss. Welche Lehrerin „die nette" und welcher Lehrer „der strenge" ist.
Wenn du an einem Blick erkennst, ob die Schule heute schwer war.
Wenn du zum dritten Mal die Hausaufgabe erklärst, ohne die Stimme zu heben.
Wenn du die Mütze in die Tasche steckst, obwohl es heißt, sie wird nicht gebraucht.
Wenn du am Bett sitzt, während das Fieber langsam sinkt.
Wenn du nicht aufgibst, auch wenn dein Herz manchmal müde ist.
Das ist es. Das, was du tust. Jeden Tag.
Wenn du dich heute klein fühlst
Vielleicht warst du laut. Vielleicht hast du geweint, als niemand hingeschaut hat. Vielleicht zweifelst du gerade an dir.
Das ist okay.
Hier sind drei Dinge, die du jetzt für dich tun kannst:
1. Atme tief ein und halte für drei Sekunden.
Erinnere dich, dass du gerade lebst, fühlst und atmest. Mehr musst du gerade nicht.
2. Denke an einen kleinen guten Moment heute.
Eine Umarmung. Ein Kichern. Ein leises Wort. Halte ihn fest. Er gehört dir.
3. Sag dir laut: „Ich bin da. Und das reicht."
So einfach. So wahr.
Du musst nicht perfekt sein. Du musst nur da sein. Und das bist du.
Wenn es zu viel wird
Manchmal reicht ein Atemzug nicht. Manchmal sind die Schichten dicker, die du trägst, und du brauchst jemanden, der mit dir hinschaut.
Dann komm gerne zu mir.
Ich biete dir einen geschützten Raum. Ohne Bewertung. Ohne Eile. Ohne Schuldzuweisung.
Ich gebe diesen Raum, und ich halte ihn, so lange du ihn brauchst.
Das erste Gespräch ist kostenfrei. Wir lernen uns kennen und schauen, ob es zwischen uns passt.
Ich sehe dich.
Deine Müdigkeit. Deine Liebe. Deine Geduld. Deinen Mut.
Das, was niemand sonst sieht: die unsichtbare Arbeit, das stille Tragen, das immer wieder Aufstehen.
Und ich möchte dir sagen:
Du machst das gut.
Mit allem, was du bist.
Alles Liebe,
Elie
Wenn du magst: Das erste Gespräch ist offen für dich.
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